Wahlkreistour: CDU-Landtagskandidatin Christiane Staab in Rauenberg / Themen: Corona, Gastronomie, Weinbau und Gewerbe

Getreu dem Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“ lud die CDU-Landtagskandidatin Christiane Staab im Rahmen ihrer Tour durch den Landtagswahlkreis Wiesloch am vergangenen Donnerstagnachmittag (25. Februar) zu einem „Politischen Speeddating“ ein. Unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln fanden im Rauenberger Winzermuseum Einzelgespräche mit verschiedenen Bürgern statt, die sich jeweils in getrennten Räumlichkeiten befanden. Im Mittelpunkt standen hierbei die Themen Corona, Gastronomie, Weinbau und Gewerbe.

Für die Interessengemeinschaft der Rauenberger Winzer fasste Sonja Block, deren Weingut sich zwar in Mühlhausen befindet, aber dessen Weinberge zum Großteil auf Rauenberger Gemarkung liegen, die aktuelle Situation zusammen: „Es trifft uns alle sehr hart.“ Die Weinbauern seien in großem Maße von der Gastronomie abhängig, viele daher aufgrund des Lockdowns existenziell gefährdet: „Wenn das so weiter geht, dann können viele das Buch bald zumachen.“ In Mühlhausen betreibt die Winzerin das Restaurant „Kraichgaustube“, die „To-Go-Angebote“ würden zwar angenommen werden, aber das reiche ebenfalls nicht aus.

Einig waren sich Block und Staab darin, dass die zugesagten finanziellen Hilfen schnellstmöglich ausgezahlt werden müssen. Staab: „Die Betriebe und Unternehmen brauchen eine Öffnungsperspektive, die mit einer Test- und Impfstrategie Hand in Hand gehen muss.“ Und weiter: „90 Prozent der Bürger halten sich an die notwendigen Coronamaßnahmen, 10 Prozent tun dies leider nicht – und dies muss die Politik berücksichtigen. Darunter leiden wir alle.“

Norbert Elsässer, Vorsitzender des örtlichen Gewerbevereins, in dem rund 70 Betriebe aus Rauenberg und Umgebung organisiert sind, forderte seitens der Politik „mehr Planungssicherheit.“ Eine Herausforderung für das Handwerk sei die ausufernde Bürokratie, gerade auch bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand – ein Thema, das Staab auch in ihrem aktuellen Amt als Bürgermeisterin der Stadt Walldorf nur zu gut kennt.

Jürgen Bender, Winzer und Vorsitzender der örtlichen CDU, drückt der Schuh insbesondere beim Insektenschutzgesetz, das Auswirkungen insbesondere auf Flächen in Rotenberg haben könnte: „Es kann doch nicht sein, dass dadurch bislang erlaubter Weinbau in Naturschutzgebieten unmöglich gemacht wird, selbst für Bio-Winzer.“ Hier berichtete Staab über ein kürzlich stattgefundenes Treffen mit Landwirtschaftsminister Peter Hauk, bezüglich dieses Punktes werde sich nachhaken. „Wir alle wollen ein Plus an regionalen Produkten, aber dann brauchen wir für die hiesige Landwirtschaft keine Verbote, sondern einen runden Tisch, an dem wir im Vorfeld gemeinsam eine Lösung finden“, so die CDU-Landtagskandidatin.

Bürgermeister Peter Seithel und Ortsvorsteherin Katrin Wagner brachten am Beispiel der Ortskernsanierung in Rotenberg die Rolle der Landesfördertöpfe ins Spiel. Diese seien wichtig, damit Kommunen Großprojekte schultern können, müssten aber beschleunigt und für die Kommunen planbarer gestaltet werden. Ferner wurde die Situation der Schulen, Kindergärten, Kitas und Horteinrichtungen in Coronazeiten intensiv diskutiert. Auch hierzu hat Staab einen klaren Standpunkt: „Wir brauchen generell ein Neudenken in der Bildungsfinanzierung. Diese kann nicht zu großen Teilen von den Kommunen geschultert werden. Eine gute Ausstattung der Schulen darf nicht von den Finanzen einer Kommune abhängen.“

Nicht ganz konnte Staab die Zeitvorgaben ihres „Politischen Speeddatings“ einhalten, an allen Stationen ging es in die Verlängerung. "Für mich ist der Dialog mit den Bürgern die Basis meiner politischen Arbeit", sagte Staab abschließend. (Text/Bilder: Busse)

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